Warum die perinatale Achse eine eigene Wirkkraft besitzt

Die perinatale Achse besitzt eine besondere Eigenständigkeit und Wirkkraft, weil sie eine hochsensible Phase neurobiologischer, emotionaler und psychophysiologischer Organisation umfasst. Während der Schwangerschaft, der Geburt und der frühen postnatalen Entwicklung entstehen grundlegende Regulationsmuster, die das spätere emotionale, körperliche und soziale Funktionieren beeinflussen.

In dieser Phase wirken Mutter und Kind als eng verbundenes biologisches und emotionales System. Neuroendokrine Prozesse, autonome Regulation, Bindungserfahrungen und sensorische Einflüsse formen die Entwicklung des kindlichen Nervensystems.

Die besondere Potenz der perinatalen Achse zeigt sich darin, dass frühe Erfahrungen:

  • die Stressregulation prägen,
  • neuronale Verschaltungen beeinflussen,
  • Bindungsfähigkeit mitgestalten,
  • emotionale Sicherheit fördern oder beeinträchtigen können,
  • und langfristige Auswirkungen auf Gesundheit und Verhalten haben.

Deshalb wird die perinatale Phase heute in Neurowissenschaften, Psychosomatik und Entwicklungsmedizin als fundamentale Grundlage menschlicher Entwicklung verstanden.


 

Isabel Brunner  holds a Bachelor's degree in Biomedical Sciences with a focus on Medical Sciences (Brazil) and is specialized in Behavioral Medicine (Unifesp, Brazil), Acupuncture (CIEHP, Brazil) and  Neurofeedback (I-nfbf AG, Switzerland). 

 

 

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